Forschungsgruppe Neuropsychologie


Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg

Forschungsgruppe Neuropsychologie

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt der Sektion Neuropsychologie ist an der Schnittstelle zwischen klinisch-neuropsychologischer, anwendungsorientierter Forschung und grundlagenwissenschaftlichen Untersuchungen menschlichen Verhaltens angesiedelt. Speziell fokussieren wir auf die systematische Analyse direkter neurofunktioneller Modulation der Reaktivität des menschlichen Gehirns mittels nicht-invasiver Hirnstimulationsmethoden (transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), transkranielle Wechselstromstimulation (tACS), transkutane Vagusnervstimulation (taVNS)), sowie auf die neuropsychologische Untersuchung kognitiver Auswirkungen der Tiefen Hirnstimulation (THS) zur Behandlung neurologisch-neurodegenerativer Erkrankungen. Das methodische Forschungsrepertoire der AG Neuropsychologie beinhaltet dabei sowohl verhaltensbasierte psychophysische Untersuchungsmethoden, als auch hämodynamisch (fMRT) und elektro-/magnetophysiologisch (EEG, MEG) basierte moderne bildgebende Verfahren. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der systematischen methodischen Weiterentwicklung nicht-invasiver Hirnstimulationsverfahren, deren Kombination mit elektrophysiologischen (EEG/MEG) Verfahren sowie der Untersuchung der kognitiv-neurowissenschaftlichen sowie klinischen Anwendung.

Team

  • Arbeitsgruppenleiter

    tino.zaehle@ovgu.de

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Ich untersuche Effekte der transkraniellen Elektrostimulation und der transkutanen Vagusnervstimulation auf die akustische Verarbeitung. Mein Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Anwendung von TES bei Kindern und Jugendlichen mit Dyslexie (Lese-Rechtschreibstörung).

    katharina.rufener@med.ovgu.de

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung und Evaluierung von transkranieller Elektrostimulation zur Beeinflussung von Wahrnehmung sowie dysfunktionaler Hirnaktivität.

    philipp.ruhnau@med.ovgu.de

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Ich erforsche elektrophysiologische Parameter zur objektiven Messung von Erschöpfung (Fatigue) bei gesunden Erwachsenen sowie Patienten mit Multipler Sklerose. Dazu untersuche ich die Wirksamkeit transkranieller Gleichstromstimulation in der Fatigue-Behandlung bei Patienten mit Multipler Sklerose.

    stefanie.linnhoff@med.ovgu.de

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    In meiner Forschung interessiere ich mich für den Einfluss des Facial Feedbacks auf die Verarbeitung von emotionalen Gesichtern. Dabei untersuche ich die Auswirkungen einer Facial Feedback Manipulation sowohl bei gesunden Probanden, als auch bei Parkinson Patienten.

    maria.kuehne@med.ovgu.de

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Ich erforsche das Potential der „Temporal Interference“-Elektrostimulation für die Modulierung der Aktivität tiefer Hirnregionen. Mein Schwerpunkt liegt dabei bei den motorischen Arealen.

    carsten.thiele@med.ovgu.de

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Ich untersuche Effekte der transkutanen Vagusnerv-Stimulation (tVNS) auf zentrale neuronale Prozesse bei gesunden Erwachsenen. Von besonderem Interesse ist dabei die Suche nach einem Biomarker für die Effektivität von tVNS.

    christian.wienke@med.ovgu.de

  • Stipendiat

    Ich forsche zur Auswirkung von Tiefer Hirnstimulation auf die menschliche Kognition. Dazu analysiere ich intrakranielle lokale Feldpotentiale und EEG-Signale.

    stefan.repplinger@med.ovgu.de

Alumni

Forschung

Die Forschungsarbeit der Sektion Neuropsychologie lässt sich in folgende Bereiche unterteilen:

Auditorische transkranielle Elektrostimulation

Im Rahmen eines von der DFG (SFB-TRR31, Förderperiode TPA9, 2009 – 2017, DFG- Sachmittel, Förderperiode 2018 – 2022) und dem CBBS Magdeburg (CBBS Science-Campus 2018-2020, CBBS LSA-Fellow 2020-2022) geförderten Projektes untersuchen wir die Möglichkeiten der systematischen Modulation der individuellen neuronalen Reaktivität und der damit einhergehenden auditorischen Wahrnehmung (Zaehle et al., 2010; Heimrath et al., 2016, 2020; Rufener et al., 2017, 2020a,b; Ruhnau et al., 2020). Darüber hinaus analysieren wir die Möglichkeiten der Modulation der menschlichen auditorischen Wahrnehmung durch transkranielle Elektrostimulationsmethoden (TES) zur potentiellen Behandlung neuropsychiatrischer Entwicklungsstörungen. Wir konnten in diesem Projekt bisher zeigen, dass TES die neuronale Erregbarkeit des auditorischen Kortex und in der Konsequenz, akustische Wahrnehmungsprozesse direkt beeinflussen kann. Daher untersuchen wir aktuell gezielt die individuellen Parameter einer optimierten auditorischen TES an gesunden Probanden sowie das Potential der TES als therapeutisches Instrument für die begleitende Behandlung bei Dyslexie (Rufener et al., 2019, 2021).

Klinisches Potential der transkraniellen Elektrostimulation

Neben der Anwendung der TES bei Dyslexie, untersuchen wir das therapeutische Potential der TES zur Verbesserung der Aufmerksamkeitsleistungen bei Patienten die an einer ADHS leiden (Breitling et al., 2016, 2019, 2021), sowie im Rahmen der symptomatischen Fatigue Behandlung bei Patienten mit Multipler Sklerose (Fiene et al., 2018, Linnhoff et al., 2019). In einem durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung gefördertes Projekt (Förderperiode 2018 – 2021) untersuchen wir aktuell die klinische Anwendung einer repetitiven TES zur Behandlung des Fatigue-Syndroms bei Multipler Sklerose.

Neurophysiologische Grundlagen der transkraniellen aurikulären Vagusnervstimulation

Im Rahmen eines durch die Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Verbundprojektes (CBBS-NeuroNetwork, Förderperiode 2019 – 2022) untersuchen wir die neurophysiologischen Grundlagen und den potentiellen therapeutischen Einsatz der transkutane Vagusnervstimulation (taVNS) (Rufener et al., 2018; Keute et al., 2018a,b, 2019a,b,c).

Physiologische und kognitive Auswirkungen der Tiefen Hirnstimulation

Im Rahmen eines durch die DFG (SFB-779, TPA02, Förderperiode 2012 – 2019), sowie durch den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESF) im Programm “Sachsen-Anhalt WISSENSCHAFT Internationalisierung” (ABINEP 2018 - 2022) geförderten Projekt gehen wir gezielt der Frage nach, welche Auswirkungen die Tiefe Hirnstimulation (THS) des Nucleus accumbens (Nacc) und des Nucleus subthalamicus (STN) bei der Behandlung von Zwangs- und Suchterkrankungen, sowie die THS des STN bei der Behandlung der Parkinson Erkrankung auf Prozesse der Handlungssteuerung und Belohnungsverarbeitung hat. Im Rahmen dieses Projektes werden sowohl elektrophysiologische Signale direkt von den stimulierten subkortikalen Strukturen im Menschen (Zaehle et al., 2013; Dürschmid et al., 2015; Sweeney-Reed et al., 2014, 2015; Staudigl et al., 2012; Bauch et al., 2018), als auch die Auswirkungen einer chronischen THS auf das emotionale (Wagenbreth et al., 2016, 2019) und kognitive Verhalten der Patienten (Wagenbreth et al., 2015; Fischer et al., 2015; Zaehle et al., 2017, Panther et al., 2019) analysiert.

Closed-loop TES

Außerdem steht die Untersuchung der Grundlagen, der Auswirkungen auf den menschlichen Kortex, sowie die methodische Weiterentwicklung der TES im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit der Sektion Neuropsychologie. Dabei konzentrieren wir uns auf die methodische Evaluation der Anwendung und die damit untrennbar verbundene Individualisierung der Stimulationsparameter sowie die individualisierte Echtzeitkontrolle durch neuronale Feedback Systeme (closed-loop).

Transkranielle Elektrostimulation mittels Temporal Interference (TI)

Im Rahmen eines durch die Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Verbundprojektes (CBBS-NeuroNetwork, Förderperiode 2019 – 2022) untersuchen wir die Wirksamkeit einer neueren Form der Elektrostimulation. Transkranielle Elektrostimulation mittels Temporal Interference hat das Potential tiefere Hirnstrukturen nicht-invasiv zu stimulieren. Wir arbeiten eng mit Neurobiologen und Computeringenieuren am Leibniz-Institut für Neurobiologie sowie der Otto-von-Guericke-Universität zusammen. Wir nutzen sowohl Verhaltensmaße, Software-Modellierung, bildgebende Verfahren, als auch Elektrophysiologie als Evaluierungstechniken.

Publikationen

Presse

"Stromreize gegen Schulschwächen" ♦ Zeitungsartikel erschienen am 11.06.2016, Magdeburger Volksstimme

"Den Buchstabensalat im Kopf entwirren" ♦ Artikel erschienen am 06.06.2017, Horizonte Nr. 113, Schweizerischer Nationalfonds - Akademien Schweiz

"Hertie-Stiftung fördert nicht-medikamentöse MS-Therapie" ♦ Online-Artikel erschienen am 23.04.2018, pharmaRelations

Abschlussarbeiten

Wir bieten als Forschungsgruppe fortlaufend die Möglichkeit für Studierende der Psychologie, Neurowissenschaften, Biosystemtechnik, Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition und Medizin (sowie verwandter Fächer) Bachelor-, Master- als auch Medizinische Doktorarbeiten zu schreiben.

Offene Themen
Thema Beschreibung Ansprechpartner*in
Einfluss von tACS auf Fatigue Im Rahmen einer empirischen Arbeit sollen die Einflussmöglichkeiten von transkranieller Wechselstromstimulation auf die Fatigue-Symptomatik während der Durchführung einer Aufmerksamkeitsaufgabe untersucht werden. Neben Verhaltensdaten soll auch ein EEG aufgezeichnet werden. In der Arbeit können je nach Interessenlage entweder die Verhaltensdaten oder aber auch der EEG-Daten ausgewertet werden. M.Sc. Stefanie Linnhoff
Einfluss von tACS auf mentale Rotation In einer empirischen Arbeit sollen die Einflussmöglichkeiten von transkranieller Wechselstromstimulation (engl. tACS) auf mentale Rotationsfähigkeit geprüft werden. Hierfür soll der kortikale Alpha-Rhythmus stimuliert werden, welcher im visuellen System inhibitorisch wirksam ist. Neben Verhaltensdaten soll auch EEG aufgezeichnet werden, die nach ihrer eigenen Interessenlage untersucht werden können. Das Hauptaugenmerk der Arbeit soll aber auf den Verhaltensdaten liegen. Dr. Philipp Ruhnau
Ethische Konsequenzen der transkraniellen Elektrostimulation zur Behandlung von Störungen der Entwicklung des Nervensystems bei Kindern Im Rahmen einer Literaturarbeit sollen aktuelle grundlagenwissenschaftliche soweit klinische Erkenntnisse aus dem Bereich der therapeutischen Anwendung nicht-invasiven Elektrostimulation bei Störungen der Entwicklung des Nervensystems bei Kindern (z.B. ADHS, LRS, ect.) zusammenfassend dargestellt werden. PD Dr. Tino Zähle
Localization of Deep Brain Stimulation electrodes The localization of DBS electrodes and their stimulation patterns provide the unique possibility to directly study the role of subcortical regions in humans. Investigating clinical imaging data, we want investigate the relationship between the positioning of DBS electrodes and effects in behavior. Bachelor / Master / MedDok (English or German) M.Sc. Stefan Repplinger
Investigating neurophysiological correlates of ASMR Autonomous sensory meridian response (ASMR) describes the subjective experience of tingles and occasionally frisson moving down the back of the neck related to acoustically presented triggers. Feelings of comfort and positive emotions mostly accompany the onset of ASMR episodes. Started as an urban myth, the debate about this phenomenon found its way into scientific considerations. Despite the fact, that especially on YouTube putative triggers of ASMR are very popular, so far, there are only a few studies discussing its neural basis. In the current project, we will examine subjects reporting previous experiences of ASMR using EEG. Afterwards, we will analyze the recorded high-resolution spatiotemporal signal for neural markers of ASMR integrating this phenomenon into the prevailing literature.
Bachelor / Master / MedDok (English or German)
M.Sc. Stefan Repplinger
Einfluss der transkraniellen Elektrostimulation (tES) auf chronische Schmerzsymptomatik Chronischer Schmerz tritt als Symptome bei einer Reihe neuropsychiatrischer Erkrankungen auf und kann häufig mit einer Dysfunktion des sogenannten Schmerznetzwerks assoziiert werden. Die transkranielle Elektrostimulation (tES) stößt als nicht-pharmakologische Alternative zur Behandlung chronischer Schmerzen auf ein breites Interesse. Insbesondere die Stimulation des primären motorischen Kortex (M1) und des dorsolateralen präfrontalen Kortex (DLPFC) mittels transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS) scheinen eine langanhaltende Schmerzreduktion bei chronischen Schmerzen bewirken zu können.
(I) Im Rahmen einer Literaturarbeit (BA-Thesis) sollen aktuelle Erkenntnisse über Prävalenz, Ätiologie und Taxonomie, sowie bestehende Behandlungsansätze chronischen Schmerzes zusammenfassend dargestellt werden.
(II) Im Rahmen einer empirischen Arbeit sollen die analgetischen Auswirkungen einer repetitiven tES bei Patienten mit chronischer Schmerzsymptomatik systematisch untersucht werden.
PD Dr. Tino Zähle
Fatigue bei Morbus Parkinson Im Rahmen einer Literaturarbeit sollen aktuelle Erkenntnisse über Prävalenz, Ätiologie und Taxonomie, sowie bestehende Behandlungsansätze der Fatigue-Symptomatik bei Patienten, die unter Parkinson leiden zusammenfassend dargestellt werden. PD Dr. Tino Zähle
Einfluss der transkraniellen Elektrostimulation (tES) auf die Fatigue-Symptomatik bei Multipler Sklerose Im Rahmen einer Literaturarbeit sollen aktuelle grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse über potentiale therapeutische Anwendungsmöglichketen der tES zur Behandlung der Fatigue-Symptomatik bei Multipler Sklerose zusammenfassend dargestellt werden. PD Dr. Tino Zähle
Anwendung nicht-invasiver Stimulationsverfahren in der neuropsychologischen Rehabilitation Im Rahmen einer Literaturarbeit sollen aktuelle grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Bereich der nicht-invasiven Elektrostimulation mit potentiellen neuropsychologisch-therapeutischen Anwendungsfeldern in Zusammenhang gebracht werden. PD Dr. Tino Zähle
Frühere Jahre
Thema Alumni Jahr Abschluss
Investigating the relationship between age, speech ability, and the individual gamma frequency in the auditory cortex in children and adolescents Steffen Riemann 2020 MSc Psychologie
Finding the Sweet-Spot: Online tDCS Studie zur Modulation der auditiven Mismatch Negativity mittels Variation der Stimulationsintensität im MEG Carsten Thiele 2019 MSc Psychologie
Die auditive Aufmerksamkeitsverschiebung bei Kindern- und Jugendlichen mit Dyslexie Isabell Theilig 2018 BSc Psychologie
Der Vergleich neuropsychologischer Screeningverfahren zur Detektion leichter kognitiver Defizite nach Schädel-Hirn-Traumata Daniele Grund 2018 BSc Psychologie
Der Einfluss der Manipulation der Mimik auf die Leistung un einem Face-Word-Stroop – Die Facial Feedback Hypothese in Verbindung mit einem emotionalen Interferenztest Cindy Müller 2018 BSc Psychologie
Das menschliche Uhrwerk – Das Cerebellum und die Messung der Zeit Miriam Pelzer 2018 BSc Psychologie
Prädiktive Vorhersagekraft der Distraktorenaufgabe des CVLT-K zur Aufdeckung von Demenzen Anne Pisal 2018 BSc Psychologie
Die transkranielle Elektrostimulation und ihre Auswirkungen auf das Sprachverstehen im Rahmen der Aphasieregeneration Jacky Schnebel 2018 BSc Psychologie
Der Einfluss der Mimikmanipulation auf die präattentive Emtionswahrnehmung Isabelle Siwy 2018 BSc Psychologie
The influence of neuronal gamma oscillations on the reversal rate in bistable perception Denise Kunze 2018 MSc Psychologie
Neurofeedback und die Bahandlung von Belastungsstörungen nach Psychotraumatisierungen im Kindes- und Jugendalter Triin Tuisk 2017 BA Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition
Neuropsychologische Auswirkungen von leichtem bis mittelschwerem Schädel-Hirn-Trauma und Rehabilitationsbedarf Sabine Raum 2017 BSc Psychologie
Der Einfluss von transkutaner Vagusnervstimulation auf die GABA-assoziierte visuomotorische Performance Olivia Stert 2017 BSc Psychologie
Der Einfluss transkutaner Vagusnervstimulation auf die auditorische Aufmerksamkeit und ihr neuropsychologischer Wirkmechanismus Anne Franziska Behnke 2017 BSc Psychologie
Verhaltensänderungen nach Fehlern bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS - Sekundäranalyse eines Priming-Experiments Marie-Kristin Müller 2017 BSc Psychologie
Investigating Stochastic Resonance in the Human Auditory System Julian Kauk 2017 BSc Psychologie
Influence of Alcohol Addiction on Cognitive Processing - Attentional Bias towards Alcohol Stimuli in Abstinent Alcohol Addicts Maria Kühne 2016 MSc Integrative Neuroscience
Effekte transkranieller Gleichstromstimulation auf die kognitive Fatigue bei Multipler Sklerose: Elektrophysiologische und behaviorale Evidenz Marina Fiene 2016 MSc Psychologie
Moral Judgment and Linguistic Proficiency: The Influence of Foreign Language on the Evaluation of Moral Dilemmas Katarina Schmidt 2016 MSc Integrative Neuroscience
Deep brain stimulation of the subthalamic nucleus in Parkinson`s disease - evaluating the effect of electrode location on neuropsychological outcome Janine Jargow 2015 MSc Integrative Neuroscience
Dekonstruktion des Machiavellismus durch transkranielle Stimulation - Was nicht-invasive Gehirnstimulation zur Klärung und Erforschung von Machiavellismus und Machiavelli-Intelligenz leisten kann. Janine Jargow 2015 MSc Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition
Untersuchung der implizieten emotionalen Verarbeitung bei Parkinson-Patienten anhand eines visuell-affektiven Priming Paradigmas bei einer lexikalischen Entscheidungsaufgabe Lena Wattenberg 2015 BSc Psychologie
Der Einfluss der Tiefen Hirnstimulation des Nucleus subthalamicus, Globus pallidus internus und Nucleus ventralis intermedius auf neuropsychologische Parameter: Eine Längsschnittuntersuchung Nadine Haase 2015 MSc Psychologie
Auswirkungen transkranieller Gleichstromstimulation auf die auditorische Verarbeitung sprachlicher Stimuli – Untersuchung des zeitlichen Auflösungsvermögens und ereigniskorrelierter Potenziale Anna Fischer 2014 MSc Psychologie
Die Untersuchung der impliziten emotionalen Verarbeitung durch die Nutzung eines visuell-affektiven Priming-Paradigmas bei lexikalischen Entscheidungsaufgaben Julia Roxana Rieger 2013 MSc Psychologie
Untersuchung der Simulationssensibilität des Alertness-Tests der Testbatterie zur Aufmerksamkeitsprüfung Marina Fiene 2013 BSc Psychologie
Modulating the Visual Working Memory via Transcranial Direct Current Stimulation: Combined Behavioural and Electrophysiological Evidence Kai Heimrath 2012 MSc Integrative Neuroscience
Modulation moralischen Verhaltens - Einfluss der transkraniellen Gleichstromstimulation auf die Bewertung moralischer Dilemmata und das Lesen von Emotionen Maria Kühne 2012 BA Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition
Non-invasive Neuromodulation durch transkranielle Elektrostimulation Bianka Gerling 2009 BSc Psychologie
Beeinflussbarkeit der natürlichen Oszillation des visuellen Systems im Alpha Frequenzbereich durch transkranielle Wechselstromstimulation Florianne Wohlfahrt 2009 BSc Psychologie
Schnelle zeitliche Verarbeitung als grundlegende Komponente der auditiven Sprachwahrnehmung: eine EKP-Studie Katja Gysi 2006 MSc Psychologie

Studienteilnahme

Akustische und visuelle Wahrnehmung bei LRS

Aktuell führen wir Studien zur akustischen und visuellen Wahrnehmung durch, für die wir gesunde Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter von 18 – 35 Jahren suchen.

Zudem führen wir klinische Studien zu Morbus Parkinson und Multipler Sklerose (MS) durch, für die wir Betroffene suchen, die unsere Forschung mit ihrer Teilnahme unterstützen möchten.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Magdeburg untersuchen wir, ob die Wirkung eines gängigen orthographiebasierten Trainings bei Lese-Rechtschreibstörung (LRS, Legasthenie, Dyslexie) mittels schwacher elektrischer Impulse zusätzlich verbessert werden kann. Für diese Studie suchen wir Mädchen und Jungen im Alter von 8 – 18 Jahren mit einer Lese-Rechtschreibstörung.

Bei Interesse zur Teilnahme an unseren Studien, freuen wir uns über ein Mail an folgende Email-Adresse:

forschungsgruppe-neuropsychologie@ovgu.de

Chronische Erschöpfung bei Multipler Sklerose

Patienten/-innen mit Multiple Sklerose gesucht!

Liebe Patientin, lieber Patient,

im Rahmen unserer Forschung untersuchen erschöpfungs-bedingte Veränderungen sowie mögliche Therapiemaßnahmen zur Behandlung chronischer Erschöpfung bei Multipler Sklerose. Hierfür führen wir zurzeit drei verschiedene Studien durch, die sich in der Art der angewandten Methoden, Anzahl der Testtermine und Höhe der Aufwandsentschädigung unterscheiden.

Bei der Fatigue-Symptomatik handelt es sich um ein sehr häufiges Symptom der Multiplen Sklerose. Dabei besteht ein dauerhafter Antriebs- und Energiemangel, der sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken kann. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass von außen zugeführte (nicht-invasive) Elektrostimulation die Fatigue-Symptomatik bei Multipler Sklerose subjektiv als auch objektiv verbessern kann.

Die transkranielle Elektrostimulation ist ein nicht-invasives Verfahren, bei dem Elektroden von außen auf die Kopfoberfläche gelegt werden um einen schwachen Strom zu applizieren wird. Die Methode ist absolut schmerzfrei und ungefährlich.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • keine neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen neben der Multiplen Sklerose
  • keine Einnahme von Antidepressiva oder Neuroleptika
  • kein Schub oder Kortisoneinnahme in den letzten 3 Monaten.

Was erhalten Sie für Ihre Teilnahme:

  • als Dankeschön erhalten Sie je nach Studie eine Aufwandsentschädigung zwischen 30 bis 160 €
  • Sie unterstützen unsere wissenschaftliche Forschung auf höchstem Niveau und erfahren mehr über die Entstehung und Wirkung von chronischer Erschöpfung bei Multipler Sklerose
  • Sie ehalten zudem eine umfangreiche Darstellung Ihrer in der Studie gesammelten Daten

Bei Interesse melden Sie sich bitte per E-Mail an stefanie.linnhoff@med.ovgu.de oder rufen Sie uns an unter 0391-6721683.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht und beantworten Ihnen gern weitere Fragen.

Kontakt

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsklinik für Neurologie
Sektion Neuropsychologie
Haus 60b
Leipziger Straße 44
39120 Magdeburg